Auch vor dem Heimspiel der Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim forderte die aktuelle Krankheitswelle im Team der Ice Tigers drei Opfer: Charlie Gerard, Timo Bakos und Josef Eham verpassten das Spiel krankheitsbedingt. Dafür kehrten mit Will Graber, Tyler Spezia und Jake Ustorf drei Spieler zurück. Die Partie begann mit einer frühen Strafe gegen die Adler und zwei dicken Möglichkeiten für die Ice Tigers: Tyler Spezia lenkte den Puck nach einem Querpass von Evan Barratt gefährlich aufs Tor, scheiterte aber am großartig reagierenden Maximilian Franzreb (1.). Danach kam Greg Meireles aus kurzer Distanz an einen Nachschuss und feuerte direkt, wieder reagierte Mannheims Schlussmann glänzend (2.). Mannheim zeigte sich nach der überstandenen Strafe mehr in der Offensive und nutzte seine erste Chance direkt zur 0:1-Führung. Leon Gawankes Schuss von der blauen Linie blieb vor dem Tor an Julius Karrer hängen, Kristian Reichel reagierte am schnellsten und traf im Nachschuss. Es war eine etwas glückliche Führung für die Adler, denn die besseren Chancen im ersten Drittel hatten die Ice Tigers. So auch in der 9. Minute, als Brett Murray druckvoll ins Drittel kam und aufs lange Eck schoss, Franzreb parierte mit der Stockhand. In Überzahl kam Owen Headrick zu zwei Abschlüsse, fand in Franzreb aber erneut seinen Meister (13.). Mannheim kam nur selten vors Nürnberger Tor, war dann aber gefährlich: In Unterzahl konterten die Adler über die rechte Seite, Kris Bennett lenkte einen Querpass aufs Tor, Evan Fitzpatrick verhinderte das zweite Gegentor (17.).
Auch in der frühen Phase des Mittelabschnitts kamen die Ice Tigers zu einer Überzahlsituation. Brett Murray verpasste nach einem Diagonalpass von Owen Headrick zum langen Pfosten knapp, dann brachte Franzreb die Schoner gegen einen Direktschuss von Cole Maier rechtzeitig zusammen (24.). In der Folge hatten die Adler die besseren Chancen, Evan Fitzpatrick entschärfte eine dicke Möglichkeit nach einer Zwei-auf-Eins-Situation für Mannheim durch Marc Michaelis (26.). In Überzahl wurde Anthony Greco vor dem Tor freigespielt und schoss flach aufs lange Eck, Fitzpatrick reagierte gut mit dem linken Schoner (27.). Die Ice Tigers überstanden die Unterzahlsituation schadlos und kamen in der 29. Minute zum Ausgleich. Evan Barratt brachte den Puck ins Mannheimer Drittel, drehte ab zur blauen Linie und traf aus dem Handgelenk perfekt zum 1:1 in den Winkel. Das Spiel war anschließend nicht nur auf dem Spielberichtsbogen ausgeglichen, beide Teams schenkten sich nichts und spielten temporeich nach vorne. Bei Nürnberger Überzahl war Maximilian Franzreb wieder gefordert, als er einen Direktschuss von Cole Maier aus dem hohen Slot mit der Stockhand abwehrte (37.). Kurz nach Ablauf der Strafe kam erneut Maier aus ähnlicher Position zum Abschluss, diesmal schoss er aufs kurze Eck und scheiterte an Franzrebs Fanghand (39.).
Mannheim startete in Überzahl ins letzte Drittel, Fitzpatrick hielt einen Schuss von Luke Esposito aus spitzem Winkel sicher (42.). In einer hart umkämpften Partie leisteten sich die Adler in der 46. Einen folgenschweren Fehler. Justin Schütz spielte im eigenen Drittel einen Fehlpass zu Thomas Heigl, der bediente Samuel Dove-McFalls vor dem Tor und Dove-McFalls schob überlegt zur umjubelten 2:1-Führung ein. In der 49. Minute lenkte Eugen Alanov einen Diagonalpass von Cody Haiskanen hauchdünn am Tor vorbei, dann konterten die Adler und Fitzpatrick entschärfte den Alleingang für Kristian Reichel mit der Fanghand. In der 52. Minute kam Mannheim nach einem gelungenen Spielzug zum Ausgleich. Anthony Greco spielte in die Mitte zu Zach Solow, der den mitgelaufenen Verteidiger Lukas Kälble perfekt bediente – 2:2. In der Schlussphase hatten Tyler Spezia (56.) und erneut Samuel Dove-McFalls (57.) gute Chancen für die Ice Tigers, Franzreb war aber nicht mehr zu überwinden und das Spiel ging in die Verlängerung.
Dort fuhr Evan Barratt seinen Check an der Bande gegen Kristian Reichel zu Ende, der Mannheimer ging zu Boden und Barratt auf die Strafbank. Mannheim spielte in Überzahl und ließ sich die Chance nicht nehmen. Luke Esposito bugsiert einen Abpraller zurück in den Torraum, wo Cody Haiskanen den Puck beim Klärungsversuch unglücklich über die eigene Torlinie drückte – 2:3 für Mannheim (62.).
Foto: Thomas Hahn
| 1. | 2. | 3. | OT | Ergebnis | |
| Nürnberg Ice Tigers | 0 | 1 | 1 | 0 | 2 |
| Adler Mannheim | 1 | 0 | 1 | 1 | 3 n.V. |
Stimmen zum Spiel
Dallas Eakins (Mannheim): Das war ein sehr enges, hart umkämpftes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Nürnbergs Powerplay war sehr gefährlich, obwohl sie nicht getroffen haben. Unser Unterzahlspiel hat gut funktioniert und unser Torhüter hatte als bester Unterzahlspieler einen richtig guten Abend. Wir sind sehr glücklich über die zwei Punkte, weil Nürnberg sehr, sehr gut gespielt hat.
Mitch O’Keefe (Nürnberg): Wir wollten früh den Ton angeben und ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt. Wir sind deutlich besser reingekommen als ins letzte Spiel. Unser Powerplay hatte gute Chancen, obwohl wir nicht getroffen haben. In Unterzahl haben wir gegen das beste Powerplay der Liga trotz des Tores in der Verlängerung sehr gut verteidigt. Wenn wir mit so viel Herz und Leidenschaft weiterspielen, haben wir gute Chancen.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 0:1 | 04:24 | Reichel | Gawanke | O'Donnell | |
| 1:1 | 28:54 | Barratt | Murray | J. Weber | |
| 2:1 | 45:35 | Dove-McFalls | Heigl | ||
| 2:2 | 51:53 | Kälble | Solow | Greco | |
| 2:3 | 61:40 | Esposito | Plachta | 4:3-Überzahl | |
Strafen
| Nürnberg Ice Tigers | 8 Min |
| Adler Mannheim | 10 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 7.672 (ausverkauft) |
| Schiedsrichter: | André Schrader, Bastian Steingroß |
