Zum ersten Auswärtsspiel des Jahres 2026 kehrten mit Josef Eham und Timo Bakos zwei zuletzt erkrankte Spieler ins Team der Nürnberg Ice Tigers zurück. Niklas Treutle bekam den Start im Tor und war direkt gefordert, als er einen Rückhandschuss von Eric Cornel mit der Stockhand parierte (2.). Iserlohn tat in der Anfangsphase etwas mehr fürs Spiel, die Ice Tigers kamen in der 7. Minute zu ihrer ersten guten Möglichkeit. Jake Ustorf war es, der einen Diagonalpass von Marcus Weber von der blauen Linie direkt abnahm und am Schoner Andreas Jenikes scheiterte. Nach dem Powerbreak kamen die Ice Tigers besser in die Partie, Jenike parierte stark mit der Stockhand gegen Thomas Heigl aus kurzer Distanz (10.). Iserlohn überstand in der 15. Minute das erste Nürnberger Powerplay schadlos und ging kurz darauf in Führung. Maximilian Eisenmenger bediente Henrik Törnqvist von hinter dem Tor und Törnqvist traf mit einem Direktschuss zum 1:0 (16.). Die Nürnberger Antwort ließ allerdings nur 14 Sekunden auf sich warten. Dann brachte Evan Barratt den Puck von der blauen Linie flach vors Tor und Samuel Dove-McFalls fälschte unhaltbar zum 1:1 ab (16.). Wiederum nur 58 Sekunden später durften die Ice Tigers nach einem praktisch identischen Tor erneut jubeln: Wieder kam ein harter Barratt-Pass von der blauen Linie vors Tor und Owen Headrick lenkte die Scheibe zum 2:1 ins kurze Eck ab (17.).
Iserlohn kam mit viel Tempo aus der Kabine und setzte die Ice Tigers zu Beginn des Drittels immer wieder unter Druck. Die ersten beiden Schüsse von Eric Cornel (21.) und Gordejs Radionovs (23.) konnte Treutle noch parieren, war dann bei einem Billard-Tor aber machtlos: Kyle Wood schoss von der linken Seite, der Puck wurde von Will Grabers Schläger auf Maximilian Eisenmengers Schläger abgefälscht und schlug dann im kurzen Eck zum 2:2 ein (23.). Die Ice Tigers ließen kurz darauf das zweite Powerplay ungenutzt und mussten in der 30. Minute in Unterzahl das 2:3 aus ihrer Sicht hinnehmen. Colin Ugbekile zog von der blauen Linie direkt ab und Christian Thomas fälschte im hohen Slot unhaltbar für Treutle ab. Mit dem Momentum auf ihrer Seite liefen die Roosters weiter an und erzielten in der 32. Minute ihr drittes Tor im Mittelabschnitt: Eirik Salsten spielte aus der Drehung mit der Rückhand zum linken Bullykreis und Julian Napravnik jagte den Direktschuss zum 4:2 für Iserlohn ins lange Eck. Die Ice Tigers versuchten nach dieser komplett verkorksten Phase zwar mehr in der Offensive, brachten bis zum Ende des Drittels aber zu wenige Scheiben aufs Tor.
Die Roosters starteten mit einem Überzahlspiel ins letzte Drittel, Niklas Treutle bewahrte seine Mannschaft gegen Colin Ugbekile (41.) und Tyler Boland (42.) vor dem nächsten Gegentor. Danach fand Nürnberg endlich zur im zweiten Drittel vermissten Intensität und Dringlichkeit und kam in der Offensive immer wieder zu Abschlüssen. Will Graber bediente Jakob Weber mit einem öffnenden Querpass, der junge Verteidiger schoss aus aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbei (45.). Aus ähnlicher Position kam Cody Haiskanen zum Abschluss, aber auch er verfehlte das Tor knapp (50.). In Überzahl wurde Cole Maier am Bullypunkt gut freigespielt, seinen Direktschuss entschärfte Jenike reaktionsschnell (56.). Auch gegen Evan Barratt war der Iserlohner Schlussmann kurz darauf zur Stelle (56.). Mit dem sechsten Feldspieler gelang den Ice Tigers 49 Sekunden vor Ende dann doch noch der Anschlusstreffer. Jenike parierte einen Schuss von Greg Meireles, der spielte zurück an die blaue Linie und Owen Headrick traf aus dem Handgelenkt verdeckt zum 3:4-Anschluss (60.). Mehr passierte dann allerdings nicht mehr, Iserlohn rettete die knappe Führung über die Zeit.
Foto: Jonas Brockmann
| 1. | 2. | 3. | Ergebnis | |
| Iserlohn Roosters | 1 | 3 | 0 | 4 |
| Nürnberg Ice Tigers | 2 | 0 | 1 | 3 |
Stimmen zum Spiel
Mitch O'Keefe (Nürnberg): Ich bin zufrieden mit der Art und Weise, wie wir ins Spiel gestartet sind. Das zweite Drittel war definitiv nicht unser bestes, da haben wir das Spiel verloren. Unsere Special Teams benötigen definitiv einiges an Arbeit. Das Duell dort haben wir heute ebenfalls verloren. Wir haben unser wahres Gesicht im letzten Drittel gezeigt, aber da war es leider schon zu spät.
Stefan Nyman (Iserlohn): Die ersten zehn Minuten waren von unserer Seite aus richtig gut. Ich bin zufrieden mit dem ersten Drittel, obwohl Nürnberg zwei Tore geschossen hat. Wir sind sehr gut ins zweite Drittel gekommen, haben drei Tore erzielt und sind sehr gut mit der Scheibe umgegangen. Im letzten Drittel ist Nürnberg hart rausgekommen, aber wir sind defensiv ganz gut gestanden. Wir waren das ganze Spiel über kreativ in der Offensivzone und haben das Spiel verdient gewonnen.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 1:0 | 15:21 | Törnqvist | Eisenmenger | Salsten | |
| 1:1 | 15:35 | Dove-McFalls | Barratt | Murray | |
| 1:2 | 16:33 | Headrick | Barratt | Dove-McFalls | |
| 2:2 | 22:22 | Eisenmenger | Wood | Thomas | |
| 3:2 | 29:09 | Thomas | Ugbekile | Boland | 5:4-Überzahl |
| 4:2 | 31:20 | Napravnik | Salsten | ||
| 4:3 | 59:11 | Headrick | Meireles | Barratt |
Strafen
| Iserlohn Roosters | 6 Min |
| Nürnberg Ice Tigers | 4 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 4.967 (ausverkauft) |
| Schiedsrichter: | Marian Rohatsch, Aleksander Polaczek |
