Mit den Kölner Haien kam am Dienstagnachmittag die aktuell mit Abstand beste Mannschaft der PENNY DEL nach Nürnberg zum Duell mit den Ice Tigers. Köln hatte vor der Partie in 19 aufeinanderfolgenden Spielen gepunktet und 15 der letzten 16 Partien gewonnen. Die Ice Tigers lieferten dem Tabellenführer von Beginn an einen harten Kampf auf Augenhöhe, in der Anfangsphase konnte sich keines der beiden Teams klare Vorteile erspielen. Frederik Storm hatte nach fünf Minuten die erste gute Möglichkeit für die Haie, er schoss aus halbrechter Position aber knapp am Tor von Niklas Treutle vorbei (5.). In der 9. Minute zeigten sich die Ice Tigers zum ersten Mal gefährlich im Angriffsdrittel, Will Graber legte ab für Charlie Gerard und der prüfte Felix Brückmann mit einem halbhohen Handgelenkschuss aufs lange Eck. Kurz darauf kam Graber selbst zum Abschluss und schoss aufs kurze Eck, Brückmann parierte mit der linken Schulter (9.). Als Louis-Marc Aubry für Köln auf der Strafbank saß, kam Cole Maier aus dem hohen Slot zu einem Direktschuss, den Brückmann entschärfte (15.). In der 18. Minute waren die Haie im Angriff, Jake Ustorf fing einen Querpass von Juhani Tyrväinen ab, lief alleine auf Brückmann zu und überwand ihn flach zur 1:0-Führung für die Ice Tigers. Weil Treutle kurz vor Drittelende einen platzierten Handgelenkschuss von Maximilian Kammerer entschärfte, blieb es nach 20 Minuten bei der knappen Führung für Nürnberg.
Die Haie starteten dann aber mit viel Tempo in den Mittelabschnitt und setzten die Ice Tigers von Beginn an gehörig unter Druck. Den ersten Schuss von Juhani Tyrväinen konnte Treutle noch parieren (22.), Köln setzte aber nach und kam in der 23. Minute zum 1:1-Ausgleich. Bei einer angezeigten Strafe gegen die Ice Tigers fand Brady Austin von der blauen Linie die Lücke und überwand Treutle mit einem verdeckten Handgelenkschuss. Charlie Gerard hatte die Antwort für die Ice Tigers von der rechten Seite auf dem Schläger, Brückmann parierte aber mit der Stockhand (27.). Köln machte es besser und nutzte eine Konterchance in der 28. Minute zur Führung: Frederik Storm kam über die rechte Seite ins Nürnberger Drittel, täuschte den Querpass an und traf mit einem ansatzlosen, flachen Handgelenkschuss durch Treutles Schoner – 1:2 für die Haie. Kurz darauf hatten die Haie auch das Glück eines Spitzenteams auf dem Schläger, als ein von Oliwer Kaski tief gespielter Puck vom Schlittschuh Owen Headricks abgefälscht und zum 1:3 über die Linie gelenkt wurde (29.). Die Ice Tigers gaben sich nicht auf und verkürzten in der 32. Minute auf 2:3. Owen Headrick spielte an der blauen Linie quer, Julius Karrer zog direkt ab und Timo Bakos fälschte vor dem Tor unhaltbar ab. Eine halbe Minute später hatte Marcus Weber am Ende eines Zwei-auf-Eins-Konters mit Charlie Gerard sogar den Ausgleich auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten. Wieder hatten die Haie das Glück auf ihrer Seite (33.).
Als Greg Meireles in der 38. Minute wegen Haltens auf der Strafbank saß, schlugen die Haie in Überzahl zum achten Mal im dritten Aufeinandertreffen der laufenden Saison zu. Oliwer Kaski spielte von der blauen Linie hart vors Tor und Maximilian Kammerer fälschte perfekt zum 2:4 ab. Mit der Zwei-Tore-Führung agierten die Haie im Schlussabschnitt äußerst abgezockt und hielten ihre blaue Linie konsequent. Die Ice Tigers versuchten alles, taten sich aber schwer damit, ins Kölner Drittel zu kommen. Kurz nach Ablauf einer Strafe gegen Jan Luca Sennhenn kam Sam Dove-McFalls aus dem hohen Slot gefährlich zum Abschluss, Brückmann reagierte aber stark (43.). Auf der anderen Seite war aber auch Niklas Treutle gegen Brady Austin zur Stelle (46.). In der 53. Minute hatten die Ice Tigers zum zweiten Mal das Pech auf ihrer Seite, als Evan Barratts Direktschuss von der rechten Seite am Pfosten landete. Dreieinhalb Minuten vor Schluss probierten es die Ice Tigers mit dem sechsten Feldspieler, aber auch das verteidigten die Haie stark und brachten das Ergebnis über die Zeit.
Foto: Thomas Hahn
| 1. | 2. | 3. | Ergebnis | |
| Nürnberg Ice Tigers | 1 | 1 | 0 | 2 |
| Kölner Haie | 0 | 4 | 0 | 4 |
Stimmen zum Spiel
Kari Jalonen (Köln): Es war ein richtig enges Spiel, beide Teams hatten gleich viele gute Chancen. Die Goalies müssen die Saves machen, sonst haben wir keine Chance. Nürnberg war im ersten Drittel besser, da haben wir zu kompliziert gespielt. Im zweiten Drittel haben wir einfacher gespielt und hart foregecheckt. Das vierte Tor am Ende des Drittels war sehr wichtig. Im letzten Drittel hatten wir eine gute Struktur mit der Führung und haben einen guten Job gemacht.
Mitch O’Keefe (Nürnberg): Wir haben das Spiel gut begonnen und die kleinen Dinge richtig gemacht. Im zweiten Drittel ist uns das Spiel aus den Händen geglitten und wir hatten auch nicht das Puckglück beim zweiten und vor allem beim dritten Gegentor. Das hat uns dann ein wenig das Genick gebrochen. Wenn die vierte Reihe zwei Tore macht, sollte man ein Spiel gewinnen. Die besten Spieler sollten die besten Spieler sein. Wir waren oft zu kompliziert und müssen die Pucks einfach aufs Tor bringen.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 1:0 | 17:01 | Ustorf | |||
| 1:1 | 22:48 | Austin | Kaski | Kero | EA 6:5 |
| 1:2 | 27:47 | Storm | Tyrväinen | ||
| 1:3 | 28:23 | Kaski | |||
| 2:3 | 31:28 | Bakos | Karrer | Headrick | |
| 2:4 | 37:45 | Kammerer | Kaski | Bokk | 5:4-Überzahl |
Strafen
| Nürnberg Ice Tigers | 4 Min |
| Kölner Haie | 8 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 6.635 |
| Schiedsrichter: | Roman Gofman, Sirko Hunnius |
