Ohne die erkrankten Evan Barratt und Jake Ustorf gingen die Nürnberg Ice Tigers am Freitagabend ins dritte Saisonduell gegen die Dresdner Eislöwen. Nürnberg startete mit viel Tempo ins Spiel, Samuel Dove-McFalls schoss nach wenigen Sekunden aus dem Slot nur knapp am Tor vorbei. Dresden bekam eine frühe Strafe gegen Emil Johansson, die Ice Tigers spielten in Überzahl und gingen in der 3. Minute etwas kurios in Führung. Owen Headrick schoss von der blauen Linie, der Puck prallte von Eislöwen-Torhüter Janick Schwendener hoch in die Luft und landete neben dem Torraum, Cole Maier spitzelte ihn mit der Rückhand zum Tor. Der ins Tor gecheckte Tyler Spezia blockte den Schuss unabsichtlich vor der Torlinie und bugsierte ihn dann aus dem Gewühl heraus irgendwie zum 1:0 über die Linie. Dresden zeigte sich danach zum ersten Mal in der Offensive, Justin Braun feuerte von der blauen Linie knapp am langen Pfosten vorbei (5.). Trevor Parkes hatte die nächste Gelegenheit, als er an einen vor dem Torraum liegenden Puck kam und aufs kurze Eck abschloss, aber an Evan Fitzpatrick scheiterte (8.). Die Ice Tigers machten es im Angriff besser und nutzten ihre nächste Chance zum 2:0 aus. Charlie Gerard leitete das Tor mit einem öffnenden Querpass zu Jakob Weber ein. Der junge Verteidiger hatte auf der rechten Seite viel Zeit und spielte punktgenau vors Tor, wo Brett Murray den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor abfälschte (10.).
Nürnberg hatte in der Folge zwar mehr Puckbesitz, Dresden blieb mit einzelnen Angriffen aber durchaus gefährlich. So auch in der 19. Minute, als Trevor Parkes aus der Drehung quer vors Tor spielte und Fitzpatrick zweimal gegen Austin Ortega gefragt war. Die Eislöwen kamen mit viel Schwung aus der Kabine und störten den Spielaufbau der Ice Tigers früh, kamen aber nicht zu gefährlichen Abschlüssen. Die Ice Tigers setzen sich in der 25. Minute im Drittel der Gäste fest, Justus Böttners Schuss von der blauen Linie verfehlte sein Ziel. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter, packende Torszenen gab es in dieser Phase aber nur selten. Erst in der 30. Minute wurde es gefährlich, als die Ice Tigers die Scheibe schnell laufen ließen und Sam Dove-McFalls eine Hereingabe von Charlie Gerard aufs Tor lenkte, aber an Schwendener scheiterte. Nur wenige Augenblicke später kam Owen Headrick aussichtsreich zum Abschluss, aber auch er brachte den Puck (noch) nicht am Dresdner Torhüter vorbei (30.). Auf der anderen Seite kam Austin Ortega über Umwege an einen Nachschuss am langen Pfosten und traf nur selbigen (34.). Weil Thomas Heigl bei einem Alleingang in Unterzahl nicht erfolgreich war (36.), blieb es nach 40 Minuten beim 2:0 für die Ice Tigers.
Nach einer Strafe gegen Dane Fox mit Ende des zweiten Drittels starteten die Ice Tigers in Überzahl, Owen Headrick traf in der 42. Minute von der blauen Linie nur die Latte. Die Ice Tigers dominierten den Schlussabschnitt und erhöhten in der 48. Minute in doppelter Überzahl auf 3:0. Greg Meireles spielte an der blauen Linie quer zu Owen Headrick, der mit einem Direktschuss nur den Pfosten traf. Der Puck blieb vor der Torlinie liegen und Cole Maier staubte aus kurzer Distanz ab. Nürnberg kontrollierte das Spiel auch danach weitestgehend, musste aber gut fünf Minuten vor Schluss noch den Anschlusstreffer hinnehmen. Tariq Hammond war es, der von der blauen Linie mit einem Handgelenkschuss traf – nur noch 3:1 für die Ice Tigers (56.). Dresden nahm früh den Torhüter vom Eis, Sinan Akdag blockte einen Schuss von der blauen Linie und traf aus dem eigenen Drittel zum 4:1 ins leere Tor (57.). Der Schlusspunkt war dem starken Owen Headrick vorbehalten, der einen Konter nach feiner Vorarbeit von Eugen Alanov mit einem Direktschuss unter die Latte zum 5:1-Endstand abschloss (59.).
Foto: Thomas Hahn
| 1. | 2. | 3. | Ergebnis | |
| Nürnberg Ice Tigers | 2 | 0 | 3 | 5 |
| Dresdner Eislöwen | 0 | 0 | 1 | 1 |
Stimmen zum Spiel
Gerry Fleming (Dresden): Wir haben über die Wichtigkeit eines guten Starts gesprochen, aber das war nicht der Fall. Wir haben eine frühe Strafe genommen und früh das Gegentor bekommen. Wir sind im letzten Drittel in Strafen-Probleme gekommen, im zweiten Drittel hatten wir guten Druck. Am Ende des Tages müssen wir von der Strafbank wegbleiben und unsere eigenen Chancen nutzen.
Mitch O’Keefe (Nürnberg): Ich bin glücklich über das Ergebnis. Dresden hat viel mehr Struktur als vorher und arbeitet deutlich härter als vorher. Unser Powerplay hat einen sehr guten Job gemacht. Fitzpatrick hat wichtige Saves gemacht, als wir ihn gebraucht haben. Am Sonntag stehen wir vor dem bislang wichtigsten Saisonspiel, einem Sechs-Punkte-Spiel in Schwenningen. Darauf geht jetzt unser voller Fokus.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 1:0 | 02:15 | Spezia | Maier | Headrick | 5:4-Überzahl |
| 2:0 | 09:14 | Murray | J. Weber | Gerard | |
| 3:0 | 47:47 | Maier | Headrick | Meireles | 5:3-Überzahl |
| 3:1 | 54:49 | Hammond | Suess | ||
| 4:1 | 56:05 | Akdag | ENG 5-6 | ||
| 5:1 | 58:47 | Headrick | Alanov | Dove-McFalls |
Strafen
| Nürnberg Ice Tigers | 4 Min |
| Dresdner Eislöwen | 8 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 6.692 |
| Schiedsrichter: | André Schrader, Roman Gofman |
