Am Dienstagabend stand für die Nürnberg Ice Tigers das letzte Spiel vor der langen Olympiapause bei den Straubing Tigers auf dem Programm. Roman Kechter und Justus Böttner rotierten für Timo Bakos und Eugen Alanov in die Mannschaft, im Tor setzte Mitch O’Keefe erneut auf Niklas Treutle. Das Spiel begann temporeich auf Augenhöhe, die erste gute Chance hatte Straubing in der 5. Minute nach einem Nürnberger Fehlpass im eigenen Drittel. Josh Melnick fing den Passversuch ab und schoss aus dem hohen Slot aufs lange Eck, Treutle reagierte stark mit der Fanghand. Bei einer angezeigten Strafe gegen die Hausherren kam Thomas Heigl aus kurzer Distanz zum Abschluss, scheiterte aber am Schoner Henrik Haukelands (6.). Im folgenden Powerplay zwang Owen Headrick den Straubinger Schlussmann zum Abpraller, den Brett Murray im Fallen knapp neben das Tor bugsierte (6.). In der 10. Minute war erneut eine Strafe gegen Straubing angezeigt und Brett Murray lenkte eine Hereingabe von Evan Barratt gefährlich ab, wieder blieb Haukeland der Sieger. Straubing überstand das folgende Überzahlspiel der Ice Tigers und ging in der 13. Minute in Führung, als Tyler Madden einen Querpass von Nick Halloran unhaltbar versenkte – 1:0 für die Niederbayern. Weil Evan Barratt in der 16. Minute aussichtsreich knapp übers Tor schoss und damit auch das dritte Powerplay erfolglos blieb, nahm Straubing die knappe Führung mit in die Kabine.
Zu Beginn des Mittelabschnitts spielten die Ice Tigers zum ersten Mal in Unterzahl, überstanden die zwei Minuten aber schadlos. Die Nürnberger Offensivbemühungen wurden in der Folge immer wieder frühzeitig gestoppt, einzig Greg Meireles kam nach einem schnellen Angriff über die linke Seite flach zum Abschluss, Haukeland bekam die Schoner rechtzeitig zusammen (26.). Straubing war nach dieser Szene fortan die tonangebende Mannschaft und spielte schnell und kombinationssicher nach vorne. In der 28. Minute bekam Tyler Madden einen Querpass von Nick Halloran vor dem Tor serviert und fälschte gefährlich ab, Treutle reagierte schnell mit dem Schoner und verhinderte das zweite Straubinger Tor. Das war in der 31. Minute dennoch fällig, als Straubing zum zweiten Mal in Überzahl spielte. Elis Hedes Schuss aus dem hohen Slot wurde von Sinan Akdags Schlittschuh an den langen Pfosten abgelenkt und Tim Fleischer staubte zum 2:0 ab. Straubing setzte nach, Justin Scott (33.) und Stefan Loibl (38.) kamen zu hochkarätigen Chancen alleine vor Niklas Treutle, der sein Team mit wichtigen Saves vor einem höheren Rückstand bewahrte.
Mit dem Start ins letzte Drittel stellte Mitch O’Keefe die Sturmreihen um und versuchte, damit mehr Akzente im Spiel nach vorne zu setzen. Akzente setzte aber zunächst nur Straubing: Nach 59 gespielten Sekunden erhöhte Nick Halloran mit einem Direktschuss aus spitzem Winkel auf 3:0 für die Gastgeber. In der 44. Minute schoss Marcus Weber von der blauen Linie verdeckt, der Abpraller landete bei Roman Kechter, dessen Schuss aufs kurze Eck parierte Haukeland allerdings stark. Straubing verwaltete die 3:0-Führung lange souverän und hielt die Ice Tigers mit viel Scheibenkontrolle weg vom eigenen Tor. Erst knapp neun Minuten vor Schluss wurde es gefährlich, als Samuel Dove-McFalls nach einem Rückhandpass von Cole Maier zum Abschluss kam, aber Haukeland blieb erneut der Sieger. Die Ice Tigers setzen nun nach und verkürzten in der 52. Minute auf 1:3. Julius Karrer schoss von der blauen Linie knapp am Tor vorbei, der Puck prallte zurück nach vorne und Samuel Dove-McFalls reagierte am schnellsten. Die Ice Tigers probierten in der Schlussphase zwar noch einmal alles, Straubing ließ mit souveräner Defensivarbeit aber nichts mehr zu und brachte das 3:1 bis zur Schlusssirene über die Zeit.
Foto: City-Press
| 1. | 2. | 3. | Ergebnis | |
| Straubing Tigers | 1 | 1 | 1 | 3 |
| Nürnberg Ice Tigers | 0 | 0 | 1 | 1 |
Stimmen zum Spiel
Mitch O'Keefe (Nürnberg): Wir waren heute von Beginn an als Einheit auf dem Eis nicht gut verbunden. Wir haben zu kompliziert gespielt und es immer Eins-gegen-Eins probiert, statt das Spiel einfach zu halten. Wir waren heute mental schon in der Pause. Wir müssen jetzt die Pause nutzen und mit großer Motivation für den Playoff-Kampf zurückkommen.
Craig Woodcroft (Straubing): Ich bin glücklich mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Im ersten Drittel waren wir ein bisschen undiszipliniert. Unsere Köpfe waren nicht so im Spiel, wie sie sein sollten. Das haben wir in der ersten Pause angesprochen. Unser zweites Drittel war stark, da haben wir das Spiel übernommen. Nürnberg hat viele gefährliche Spieler und hat im letzten Drittel Druck gemacht, nach dem Tor hat sich das Spiel ein wenig verändert. Wir haben einen guten Job in der neutralen Zone gemacht, um wenig zu erlauben.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 1:0 | 12:53 | Madden | Halloran | Merkley | |
| 2:0 | 30:50 | Fleischer | Hede | Leslie | 5:4-Überzahl |
| 3:0 | 40:59 | Halloran | Leslie | Hede | |
| 3:1 | 51:13 | Dove-McFalls | Karrer | Spezia |
Strafen
| Straubing Tigers | 6 Min |
| Nürnberg Ice Tigers | 6 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 4.399 |
| Schiedsrichter: | Kilian Hinterdobler, Christopher Schadewaldt |
