Zum Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt kehrte Will Graber ins Team der Nürnberg Ice Tigers zurück, Niklas Treutle bekam den Start im Tor. Mitch O’Keefe setzte also auf die geballte Offensivpower, die die passende Reaktion auf das Spiel am Freitag zeigen sollte. Schon nach zehn Sekunden wurde es vor dem Ingolstädter Tor gefährlich, als Cole Maier einen Aufbaupass von Morgan Ellis abfing und vors Tor zog, im letzten Moment war ein Schläger dazwischen. Nürnberg dominierte die Anfangsphase und hatte nach fünf Minuten wieder einmal viel Pech auf seiner Seite: Erst scheiterte Will Graber aus kurzer Distanz flach an Brett Brochu, dann traf Owen Headrick aus dem Hintergrund nur den Pfosten (5.). Die Ice Tigers setzten nach, Greg Meireles bediente Tyler Spezia von hinter dem Tor und Spezia jagte einen Direktschuss knapp am langen Pfosten vorbei (7.). Von Ingolstadt war wenig zu sehen, dennoch gingen die Gäste in der 9. Minute in Führung. Austen Keating brachte den Puck über die linke Seite ins Nürnberger Drittel, brachte einen Handgelenkschuss mittig aufs Tor und Treutle ließ den Puck zum 0:1 durchrutschten. Die Ice Tigers zeigten sich nicht geschockt, Thomas Heigl hatte die nächste gute Gelegenheit mit einem Nachschuss, Brochu reagierte aber erneut stark (10.). Einen der wenigen Ingolstädter Abschlüsse hatte Peter Abbandonato aus halblinker Position, Treutle hielt sicher mit der Fanghand (13.).
Weil die Ice Tigers ihr erstes Überzahlspiel zwei Minuten vor Drittelende ungenutzt ließen, blieb es nach 20 Minuten beim äußerst unglüclichen und unverdienten Rückstand. Auch zu Beginn des zweiten Drittels waren die Ice Tigers die bessere Mannschaft, Cole Maier eroberte den Puck im Angriffsdrittel, konnte Brochu mit der Rückhand aber nicht überwinden (21.). Immer wieder setzten sich die Ice Tigers fest, den nächsten Schuss von Cody Haiskanen entschärfte Brochu reaktionsschnell mit der Stockhand (24.). Nach einem Doppelpass mit Owen Headrick quer durchs Ingolstädter Drittel kam Evan Barratt im hohen Slot zu einer aussichtsreichen Gelegenheit, seinen Schuss aufs kurze Eck parierte Brochu wieder reaktionsschnell (30.). In der Folge kam Ingolstadt besser ins Spiel und zu einigen Konterchancen, eine davon konnte Niklas Treutle gegen Kenny Agostino abwehren (31.). Ingolstadt hielt das Spiel einfach und erhöhte in der 33. Minute auf 0:2, als Treutle einen bewusst so platzierten Schuss von Sam Ruopp nach vorne abprallen lassen musste und Peter Abbandonato den Nachschuss flach verwertete. Tyler Spezia hatte die Antwort mit einem Satten Direktschuss auf dem Schläger, wieder blieb Brochu der Sieger (35.).
Die Ice Tigers gaben sich auch im letzten Drittel nicht auf und hatten in der 43. Minute die nächste gute Möglichkeit: Brett Murray fing einen Befreiungsversuch ab und schoss aufs lange Eck, Brochu reagierte stark mit der Fanghand. Nach dem folgenden Bully war der Anschlusstreffer dann aber fällig: Timo Bakos gewann das Anspiel im Ingolstädter Drittel, Owen Headrick schoss aus dem Handgelenk und Jake Ustorf fälschte im hohen Slot zum 1:2 ab (43.). In der 47. Minute kam Headrick selbst gefährlich zum Abschluss und schoss aufs kurze Eck, traf aber nur Brochus Maske. Am Ende eines schnellen Angriffs aus dem eigenen Drittel heraus kam Charlie Gerard zur nächsten Gelegenheit, scheiterte aber mit einem flachen Schuss an Brochu (54.). Noch enger wurde es in der 55. Minute: Owen Headrick schoss aus spitzem Winkel mit der Rückhand, Brochu hechtete zum Puck, der im Torraum liegenblieb. Tyler Spezia stocherte nach, aber letztlich rettete ein Ingolstädter Spieler auf der Linie. Die Ice Tigers investierten unglaublich viel, wurden aber nicht belohnt. Ganz im Gegensatz zu den Gästen: Riley Barber brachte den Puck von der rechten Seite vors Tor und Peter Abbandonato lenkte ihn mit einem Hackentrick zum 1:3 über die Linie (58.). Sechs Sekunden vor Schluss sorgte Abbott Girduckis mit einem Schuss ins leere Nürnberger Tor für den 1:4-Endstand.
Foto: Thomas Hahn
| 1. | 2. | 3. | Ergebnis | |
| Nürnberg Ice Tigers | 0 | 0 | 1 | 1 |
| ERC Ingolstadt | 1 | 1 | 2 | 4 |
Stimmen zum Spiel
Mark French (Ingolstadt): Es war für jeden klar, dass uns Nürnberg im ersten Drittel und gerade in den ersten zehn Minuten extrem unter Druck gesetzt hat. Wenn das passiert, muss der Torhüter uns im Spiel halten, genau das ist passiert. Er hat uns eine Chance gegeben, selbst ein bisschen ins Laufen zu kommen. Nürnberg hat uns auch im letzten Drittel sehr unter Druck gesetzt, unser Torhüter war der beste Spieler.
Mitch O’Keefe (Nürnberg): Es fühlt sich heute nicht wie ein 1:4 an. Wir haben viele Dinge richtig gemacht, wir konnten nur unsere Chancen nicht nutzen. Wir wollten einen guten Start haben und eine Reaktion auf das Spiel vom Freitag zeigen. Ich muss vor meinen Jungs den Hut ziehen, das haben sie sehr gut umgesetzt. Wir werden aus dieser Phase rauskommen, wenn wir konstant so weiterspielen.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 0:1 | 08:25 | Keating | Agostino | ||
| 0:2 | 32:12 | Abbandonato | Ruopp | Hüttl | |
| 1:2 | 42:19 | Ustorf | Headrick | Bakos | |
| 1:3 | 57:18 | Abbandonato | Barber | ||
| 1:4 | 59:54 | Girduckis | Agostino | Ruopp | Empty-Net-Goal |
Strafen
| Nürnberg Ice Tigers | 2 Min |
| ERC Ingolstadt | 4 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 6.628 |
| Schiedsrichter: | Sirko Hunnius, Marc Iwert |
