Um Evan Fitzpatrick beim Gastspiel in Bremerhaven wieder einmal einen Start zu ermöglichen, musste Mitch O’Keefe einen Importspieler in Nürnberg lassen und entschied sich für Will Graber. Fitzpatrick war auch von Beginn an gefordert und parierte den Schuss von Akito Hirose von der blauen Linie und den Versuch von Andy Miele aus kurzer Distanz mit der Rückhand sicher mit der Fanghand (1.). Bremerhaven war zu Beginn besser im Spiel, erst in der 6. Minute kamen die Ice Tigers zu ihrer ersten Möglichkeit, als Marcus Weber mit Tempo ins Drittel kam, mit der Rückhand quer an den langen Pfosten spielte und der mitgelaufene Charlie Gerard die Scheibe nicht traf. Im Gegenzug ging Bremerhaven dann in Führung. Jakob Weber verlor seinen Schläger und fuhr zum Wechseln, deshalb fehlte die Zuordnung im eigenen Drittel, Rayan Bettahar kam im hohen Slot an die Scheibe und traf aus dem Handgelenk perfekt in den Winkel der Stockhandseite Fitzpatricks (6.). In der 11. Minute bekam Evan Barratt vor dem Tor einen Querpass von Samuel Dove-McFalls und schoss knapp am langen Pfosten vorbei. Nürnberg schoss im ersten Drittel genauso oft wie Bremerhaven, verfehlte aber zu oft das Tor. Die Pinguins machten es besser und erhöhten am Ende eines mustergültigen Spielzugs durch Jan Urbas auf 2:0 (15.).
Direkt zu Beginn des Mittelabschnitts hatten die Ice Tigers die Riesenchance, den Rückstand zu halbieren. Bei einem Zwei-auf-Eins-Konter kam Evan Barratt über die linke Seite, wartete lange und spielte dann punktgenau quer, Sam Dove-McFalls zog direkt aufs kurze Eck ab, Leon Hungerecker rettete spektakulär mit der Fanghand (21.). Danach war Bremerhaven wieder gefährlicher, Fitzpatrick vereitelte aber einen Zwei-auf-Eins-Konter über Nino Kinder (27.). Die Ice Tigers taten sich schwer damit, in die Offensive zu kommen, Bremerhaven machte hinten alles dicht und erspielte sich vorne Chance um Chance. So auch in der 32. Minute, als Nico Krämmer einen Querpass von Colt Conrad bekam und aufs kurze Eck schoss, Fitzpatrick reagierte erneut gut mit dem Schoner. In der 34. Minute war der starke Nürnberger Schlussmann dann allerdings zum dritten Mal geschlagen. Zunächst parierte er noch stark gegen Maxim Rausch aus kurzer Distanz, dann kam der Puck aber an die blaue Linie und Matthew Abt traf von dort komplett verdeckt zum 3:0 für Bremerhaven.
Erst in den letzten fünf Minuten des zweiten Drittels fanden die Ice Tigers zu ihrem druckvollen Spiel und schnürten die Pinguins in deren Drittel ein. Timo Bakos scheiterte nach einem Querpass von der rechten Seite allerdings ebenso an Hungerecker (37.) wie Jake Ustorf mit einem Schuss aus der Drehung aus dem hohen Slot (38.). Zu Beginn des letzten Drittels mussten die Ice Tigers eine Unterzahlsituation überstehen und hatten über Greg Meireles die große Chance zum Anschlusstreffer. Meireles zog über die linke Seite vors Tor und zum langen Pfosten, Hungerecker holte ihn mit der Kelle von den Beinen und verhinderte damit den Abschluss. Eine Strafe gab es dafür allerdings nicht (42.). Auf der anderen Seite kam Colt Conrad in der 45. Minute zu einem Alleingang, den Fitzpatrick reaktionsschnell entschärfte. Die Ice Tigers bemühten sich nach Kräften, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen, der Anschlusstreffer mit dem sechsten Feldspieler kam dann allerdings zu spät. Cole Maier traf mit einem Direktschuss den Pfosten, Brett Murray im Nachschuss ebenfalls den Pfosten. Dann wurde im Torraum nachgestochert und Murray brachte den Puck zum 1:3 aus Nürnberger Sicht knapp über die Linie (59.). Evan Barratt hatte kurz darauf mit einem Direktschuss noch einmal die Möglichkeit, den Rückstand weiter zu verkürzen, Hungerecker war aber auf dem Posten und Bremerhaven brachte die Führung über die Zeit.
Foto: Thomas Hahn
| 1. | 2. | 3. | Ergebnis | |
| Fischtown Pinguins | 2 | 1 | 0 | 3 |
| Nürnberg Ice Tigers | 0 | 0 | 1 | 1 |
Stimmen zum Spiel
Mitch O'Keefe (Nürnberg): Unser Start ins Spiel war absolut furchtbar. Wir waren nicht konkurrenzfähig, das war extrem enttäuschend. Unser Verteidiger geht und holt einen Schläger von der Bank, wenn der Puck in unserem Drittel ist. Wir waren vor dem eigenen Tor schlampig und Bremerhaven hat das komplett ausgenutzt. Bremerhaven war bereit, wir nicht. Wir haben erst zum Ende des zweiten Drittels angefangen zu arbeiten. Wir haben genug geredet, die Jungs in der Kabine müssen am Sonntag die passende Reaktion zeigen. Ich fühle mich schlecht für unsere Fans, die die Reise auf sich genommen haben. Das war nicht fair ihnen gegenüber. Wir müssen aufwachen.
Alexander Sulzer (Bremerhaven): Ich denke, dass wir die ersten 35 Minuten sehr gut und kompakt gespielt. Wir haben druckvoll nach vorne gespielt, haben gute Entscheidungen getroffen und waren scheibensicher. In den letzten fünf Minuten des zweiten Drittels haben wir so ein bisschen den Faden verloren und die Nürnberger zurück ins Spiel gelassen. Im letzten Drittel waren wir wieder besser, haben aber das ein oder andere zugelassen, was wir nicht wollten. Leon hatte auch einige Schlüsselsaves. Am Ende des Tages haben wir verdient gewonnen.
Tore
| Zeit | Torschütze | 1. Assistent | 2. Assistent | Bemerkung | |
| 1:0 | 05:28 | Bettahar | Kinder | Roßmy | |
| 2:0 | 14:03 | Urbas | Bruggisser | Hirose | |
| 3:0 | 33:49 | Abt | Miele | Krämmer | |
| 3:1 | 58:33 | Murray | Spezia | Maier | EA 6-5 |
Strafen
| Fischtown Pinguins | 4 Min |
| Nürnberg Ice Tigers | 4 Min |
Allgemeine Informationen
| Zuschauerzahl: | 4.764 |
| Schiedsrichter: | Marian Rohatsch, Marc Iwert |
