Noah Samanski ist einer der Neuzugänge der Nürnberg Ice Tigers für die kommende PENNY DEL-Saison 2026/27. Der 21-jährige Stürmer, dessen Bruder Josh in der zurückliegenden Spielzeit seine ersten NHL-Einsätze bestreiten durfte, wechselte von den Blue Devils Weiden aus der DEL2 nach Nürnberg. Für Weiden erzielte er insgesamt 15 Tore und möchte sich in den kommenden drei Jahren in Nürnberg zu einer festen Größe in Deutschlands höchster Spielklasse entwickeln. Im Interview spricht er über seine ersten Tage in Nürnberg, sein Jahr in Weiden und die Gründe für den Wechsel nach Nürnberg.
Noah, herzlich willkommen in Nürnberg! Wir haben deine ersten Tage und Wochen ausgesehen?
Zuerst stand natürlich der Umzug nach Nürnberg auf dem Plan, danach habe ich die Stadt ein bisschen erkundet und hier natürlich mit den Jungs trainiert und meine neuen Teamkollegen kennengelernt.
Bist du schon positiv aufgeregt, den Schritt von der DEL2 in die PENNY DEL zu gehen?
Ja, auf jeden Fall. Es ist natürlich etwas Besonders, man mag immer so hoch spielen wie möglich. Das ist ein toller Schritt für mich zu einem ambitionierten Club. Diese Werte vermittle ich auch, würde ich sagen.
War das eine Jahr in der DEL2 für dich erst mal der richtige Schritt?
Ja, der Unterschied zwischen Junior Hockey in Nordamerika und dem Profi-Eishockey ist schon groß. Ich wollte mich erst einmal herantasten, Erfahrungen in der DEL2 sammeln und jetzt den nächsten Schritt gehen.
Wie war das Jahr in Weiden aus deiner Sicht für dich?
Sehr gut! Wir hatten super Jungs in der Mannschaft, sportlich lief es für mich auch sehr gut. Ich konnte viel dazulernen, wie das Profi-Eishockey funktioniert. Jetzt versuche ich natürlich, hier genauso viel zu lernen.
Man konnte bei dir gut beobachten, dass du immer stärker wurdest, je länger die Saison gedauert hat. In den Playdowns warst du ja sogar Top-Scorer in Weiden.
Das weiß ich gar nicht. Da habe ich nicht drauf geschaut, aber ich war schon gut dabei. Ich finde auch, dass ich mich von Monat zu Monat gesteigert habe. Nicht nur, was das Scoring angeht, sondern auch in der Defensivarbeit und was so dazugehört. Insgesamt war das Jahr in Weiden für mich sehr gut, da kann ich nicht meckern.
Nürnberg war ja wahrscheinlich nicht der einzige Club, der bei dir angeklopft hat. Was hat dann den Ausschlag für die Ice Tigers gegeben?
Nürnberg ist dafür bekannt, junge Spieler auszubilden und besser zu machen. Das war für mich letztlich der Hauptgrund. Man will sich sportlich immer verbessern und aus meiner Sicht war Nürnberg die beste Option dafür.
Du hast auch gleich für drei Jahre unterschrieben und hast jetzt die Sicherheit, dich hier über einen langen Zeitraum entwickeln zu können.
Ja, Sicherheit ist immer gut. Ich habe auch deshalb für drei Jahre unterschrieben, weil ich der festen Überzeugung bin, dass ich mich hier weiterentwickeln kann und werde.
Ein Interview ohne Frage nach deinem Bruder wird wahrscheinlich nie funktionieren. Josh hat ja eine ähnliche Entwicklung durchgemacht wie du. Er hat auch DEL2 gespielt, ist dann nach Straubing, wurde dort von Jahr zu Jahr besser und ist jetzt in Nordamerika. Ist es für dich der Anspruch, so eine ähnliche Entwicklung zu machen?
Das wäre natürlich das Traumszenario für mich. Ich versuche natürlich, auf mich selbst zu schauen und mich nicht so sehr beeinflussen zu lassen. Das sind große Fußstapfen, in die man treten muss. Deswegen achte ich da nicht wirklich drauf und versuche einfach, in jedem Spiel und jedem Training mein Bestes zu geben.
Foto: Werner Moller
