Ice Tigers gewinnen 3:2 in Straubing!

An der Verletzungs- und Krankheitsfront gab es vor dem Spiel der THOMAS SABO Ice Tigers bei den Straubing Tigers zumindest leichte Entspannung: Yasin Ehliz kehrte nach überstandener Grippe ins Team zurück, Eugen Alanov rückte ebenfalls ins Aufgebot. Im Tor bekam Andreas Jenike den Start. Die erste Möglichkeit der Partie hatten auch die Ice Tigers: Marco Pfleger zog über die rechte Seite zum Tor und schoss aus spitzem Winkel, scheiterte aber an Drew MacIntyres Schoner (2.). In der 5. Minute gingen die Hausherren dann mit ihrer ersten Möglichkeit überhaupt in Führung. Nichlas Torp brachte den Puck über die Bande nicht aus dem eigenen Drittel, René Röthke ging dazwischen und spielte punktgenau quer, Adam Mitchell zog direkt ab und überwand Jenike flach durch die Schoner. Die Ice Tigers hatten kurz darauf Möglichkeiten über Brandon Segal (7.) und Eugen Alanov (8.), das nächste Tor erzielten aber wieder die Niederbayern. Max Renner zog im Nürnberger Drittel vorbei an Marcus Weber, über Umwege kam der Puck an den langen Pfosten zu Levko Koper, der genau unter die Latte zum 2:0 traf (8.). Die Antwort der Ice Tigers ließ aber nur 39 Sekunden auf sich warten. Dann setzte sich Leo Pföderl hinter dem Tor durch und spielte in den Slot, Patrick Reimer zwang MacIntyre mit einem Schlagschuss zum Abpraller, den Leo Pföderl mit der Rückhand zum 1:2-Anschlusstreffer vollendete (9.).

Die Ice Tigers hatten optische Vorteile und kamen in der Folge zu den besseren Möglichkeiten, MacIntyre hielt seinem Team die Führung nach dem ersten Drittel aber fest, weil er erst mit dem Schoner stark gegen Dane Fox reagierte (14.) und anschließend auch noch Leo Pföderls Alleingang mit der Fanghand entschärfte (20.). Die erste Chance im Mittelabschnitt hatten die Hausherren über Stefan Loibl, desen Schuss von der rechten Seite blockten die Nürnberger Verteidiger aber ab (24.). Hochkarätige Chancen waren im zweiten Drittel zwar Mangelware, eine davon nutzten die Ice Tigers in der 29. Minute aber zum längst überfälligen 2:2-Ausgleich. Patrick Reimer startete über die rechte Seite durch, bekam den punktgenauen Pass von John Mitchell, verzögerte im Straubinger Drittel lange und überwand MacIntyre dann mit einem trockenen Handgelenkschuss auf die Stockhandseite. In der 30. Minute kamen beide Teams zu hochkarätigen Konterchancen, Patrick Buzas' Schuss wurde abgeblockt, auf der anderen Seite reagierte Jenike stark gegen René Röthke. Phil Dupuis zog in der 33. Minute gefährlich zum Tor, scheiterte aber knapp am linken Pfosten. Die Ice Tigers blieben im Angriff, Dane Fox scheiterte mit seinem Schlagschuss aber wieder an Drew MacIntyre. Kurz vor Ende des Drittels musste Fox wegen eines Stockschlags auf die Strafbank, Jenike entschärfte Austin Madaiskys Schuss von der linken Seite aber (40.), so dass es nach 40 Minuten beim 2:2 blieb.

Die Ice Tigers hatten die Unterzahlsituation im letzten Drittel gerade wieder überstanden, da hatte Mike Zalewski das dritte Straubinger Tor buchstäblich auf dem Schläger, schaffte es aber auf der Torlinie stehend nicht, den in hohem Bogen fliegenden Puck über die Linie zu bugsieren. Die Fassungslosigkeit über diese Szene stand den Straubinger Fans minutenlang in die Gesichter geschrieben, während die Ice Tigers über Yasin Ehliz die nächste gute Gelegenheit hatten. Ehliz tauchte frei vor MacIntyre auf, schoss aber etwas zu zentral auf den Straubinger Schlussmann (41.). Beide Teams schenkten sich in der Folge nichts, spielerisch ging auf beiden Seiten aber nicht viel. Nach einem Schuss von Sam Klassen von der blauen Linie wurde es vor dem Nürnberger Tor etwas chaotisch, die Ice Tigers konnten sich aus der Umklammerung aber befreien (48.) und gingen in der 51. Minute dann selbst in Führung. Taylor Aronson spielte an der blauen Linie quer auf Patrick Köppchen, der zwang Drew MacIntyre mit einem halbhohen Schlenzer zum Abpraller. John Mitchell reagierte am schnellsten und drückte den Puck im Nachschuss zum 3:2 für die Ice Tigers über die Linie. Wieder einmal hatten die Ice Tigers einen 0:2-Rückstand in eine Führung gedreht. Mit der Führung im Rücken ließ das Team von Rob Wilson wenig anbrennen. Erst als MacIntyre sein Tor für den sechsten Feldspieler verlassen hatte, jubelten die Straubing Tigers noch einmal, Stefan Loibl hatte den Puck aber ins Tor gekickt. Ansonsten passierte nicht mehr viel, die Ice Tigers brachten die Führung über die Zeit und durften sich über die nächsten wichtigen drei Punkte freuen.

Foto: Sandra Wichmann, Eva Fuchs

Stimmen zum Spiel:

Rob Wilson (Nürnberg): Das war ein sehr schwieriges Spiel, jeder Punkt ist für beide Teams sehr wertvoll. Wir hatten da auf der Torlinie viel Glück. Unser Ziel war es, unter 25 Torschüssen zuzulassen, das haben wir geschafft. Wir spielen auswärts sehr konstant und sind glücklich über die Punkte.

Tom Pokel (Straubing): Nürnberg hat uns auf 24 Schüsse gehalten und 21 Schüsse geblockt. Das war ein wichtiger Schlüssel auf Nürnberger Seite. Wir haben ein gutes Spiel gespielt und taktisch alles gemacht, was wir wollten. Wir waren ein paar Zentimeter von der Führung entfernt und waren dann nah am Ausgleich dran. Wir wollten unbedingt gewinnen, das Derby hat alles gehalten, was es versprochen hat.

 

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Straubing Tigers 2 0 0 - - 2
Ice Tigers 1 1 1 - - 3

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 04:45 Mitchell Röthke
2:0 07:57 Koper MacKinnon Renner
2:1 08:38 Pföderl Reimer Mitchell
2:2 28:05 Reimer Mitchell
2:3 50:21 Mitchell Köppchen Aronson
Strafen:
Straubing Tigers 4 Min
Ice Tigers 6 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 3937
Schiedsrichter: Christoffer Hurtik, Stefan Eichmann