Ice Tigers schlagen Krefeld mit 6:3!

Auf dem Weg zum Heimrecht im Viertelfinale mussten die THOMAS SABO Ice Tigers am Freitagabend die Pflichtaufgabe gegen die Krefeld Pinguine erfüllen. Der schwedische Neuzugang Nichlas Torp feierte sein Debüt im Nürnberger Trikot, dafür musste Rob Wilson auf Oliver Mebus (Muskelzerrung) verzichten. Im Sturm blieb Andrew Kozek als überzähliger Ausländer auf der Tribüne, Vladislav Filin kehrte nach überstandener Fußverletzung aber ins Team zurück. Die Ice Tigers begannen sofort druckvoll und schnürten die Pinguine von Beginn an in deren Drittel ein, blieb dabei aber ohne gefährliche Chance. Den ersten echten Torschuss der Partie hatte Krefeld Tim Hambly, seinen Schuss aufs kurze Eck lenkte Jochen Reimer aber mit der Stockhand ins Fangnetz (3.). Als Pinguine-Stürmer Marcel Müller in der 5. Minute auf der Strafbank saß, schlugen die Ice Tigers in Überzahl zu. Leo Pföderl traf zunächst nur den Außenpfosten, dann bediente Danny Syvret Yasin Ehliz mit einem Diagonalpass. Ehliz zog ab, Steven Reinprecht hielt vor dem Tor die Kelle rein und lenkte den Puck genau unter die Latte zur 1:0-Führung für die Ice Tigers. In der Folge kamen aber die Pinguine besser ins Spiel und hatten teilweise sogar etwas mehr Spielanteile. In der 17. Minute kamen die Gäste folgerichtig auch zum durchaus verdienten Ausgleich. Die Ice Tigers hatten gerade eine Unterzahlsituation überstanden, da schoss Mark Mancari von der linken Seite, Jochen Reimer musste die Scheibe abprallen lassen und Mike Collins schob souverän zum 1:1 ein.

Kurz vor Ende des ersten Drittels kam es für die Ice Tigers noch dicker. 49 Sekunden waren noch auf der Uhr, da kam Martin Ness mit dem Rücken zum Nürnberger Tor an die Scheibe und schoss einfach aus der Drehung, Jochen Reimer war die Sicht verdeckt und der Puck schlug zum 1:2 ein. Zu Beginn des Mittelabschnitts war es Jochen Reimer zu verdanken, dass die Führung für Krefeld nicht deutlicher ausfiel. Nach 55 Sekunden tauchte Martin Schymainski völlig frei vor dem Nürnberger Tor auf, scheiterte aber am stark reagierenden Jochen Reimer. In der 25. Minute hatten die Pinguine die nächste Riesenchance, als Jesse Blackers Schussversuch an Marcel Müller hängen blieb und der Krefelder Stürmer alleine aufs Nürnberger Tor zulief. Müller legte sich den Puck von der Rückhand auf die Vorhand, legte den Puck dann aber am Tor vorbei. Auf der anderen Seite machten es die Ice Tigers besser und glichen die Partie in der 26. Minute aus. Steven Reinprecht gewann ein Bully im Angriffsdrittel, Yasin Ehliz legte ab an die blaue Linie und Patrick Reimer hämmerte den Puck zum 2:2 ins Tor. Der Ausgleich löste eine kleine Blockade im Nürnberger Spiel, die Ice Tigers spieltan fortan wieder deutlich energischer nach vorne, finden sich in der 35. Minute aber das nächste Gegentor ein. Marco Rosa tauchte viel zu frei vor dem Tor auf, bekam den Querpass von Martin Schymainski und schob flach zum 2:3 ein.

51 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts gelang den ice Tigers aber der erneute, wichtige Ausgleich: Patrick Reimer nahm über die rechte Seite Tempo auf und legte im Krefelder Drittel zum richtigen Zeitpunkt ab auf Steven Reinprecht. Der hatte freie Schussbahn und bezwang Patrick Galbraith mit einem halbhohen Schuss auf die Stockhandseite. Im Schlussabschnitt waren 26 Sekunden gespielt, da gingen die Ice Tigers mit 4:3 in Führung und profitierten dabei von einem Missgeschick von Patrick Galbraith. Jesse Blacker spielte die Scheibe tief ins Krefelder Drittel, Galbraith wollte die Scheibe hinter dem Tor stoppen, fiel dabei aber aufs Eis. Yasin Ehliz reagierte am schnellsten und schlenzte den Puck ins Tor, bevor Galbraith zurück in seinem Gehäuse war. Fortan kontrollierten die Ice Tigers die Partie, standen hinten sicher und spielten weiter gefällig nach vorne. So kam Nürnberg in der 50. Minute zum vorentscheidenden 5:3. Philippe Dupuis kontrollierte die Scheibe hinter dem Krefelder Tor, Brandon Prust übernahm und spielte aus der Rundung an die blaue Linie zu Brandon Segal. Der zog die Scheibe um einen Verteidiger herum und traf dann aus dem Handgelenk genau unter die Latte. Krefeld warf eineinhalb MInuten vor Schluss alles nach vorne und nahm bei einer Strafe gegen Danny Syvret den Torhüter vom Eis. David Steckel gewann allerdings das folgende Bully und Brett Festerling sorgte aus dem eigenen Drittel für den 6:3-Endstand und drei wichtige Punkte für die Ice Tigers.

Foto: Steffen Riese

Stimmen zum Spiel:

Rob Wilson (Nürnberg): Ich fühle mich schlecht für Rick. Sie haben extrem hart gespielt. Ich bin glücklich, dass wir die Punkte geholt haben, weil wir sie gebraucht haben. Wir hatten heute eine glückliche Situation im letzten Drittel und haben von dort an Blut geleckt und besser gespielt. Krefeld hat uns das Leben heute sehr schwer gemacht.

Rick Adduono (Krefeld): Das Ergebnis war 6:3, aber ich glaube nicht, dass wir verdient verloren haben. Das erste Drittel war sehr gut für unsere Mannschaft. Nach dem zweiten Drittel hätten wir deutlicher führen können, aber Nürnberg ist als starke Mannschaft zurückgekommen. Ein kleiner Fehler im letzten Drittel hat uns das Spiel gekostet. Nach so einem Rückstand muss man dann Charakter zeigen, aber das haben wir nicht getan.

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Ice Tigers 1 2 3 - - 6
Krefeld Pinguine 1 0 0 - - 1

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 04:58 Reinprecht Ehliz Syvret 5:4-Überzahl
1:1 19:11 Ness Klubertanz
2:1 25:29 Reimer Ehliz Reinprecht
3:1 39:09 Reinprecht Reimer Ehliz
4:1 40:26 Ehliz Reinprecht Blacker
5:1 49:05 Segal Prust Dupuis
6:1 58:32 Festerling Steckel Möchel 4:6-Unterzahl
Strafen:
Ice Tigers 10 Min
Krefeld Pinguine 6 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 5026
Schiedsrichter: Willi Schimm, Benjamin Hoppe